Weltweite Sicherheitslage

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Verfolgen Sie die Münchner Sicherheitskonferenz live!

Auch in diesem Jahr hat die interessierte Öffentlichkeit wieder Möglichkeiten, die Debatten auf der 55. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zu verfolgen. Die Informationen der MSC dazu sind allerdings verspätet und mittlerweile sehr kompliziert.

Die genauen Zugangsdaten wird Alarm! rechtzeitig hier veröffentlichen.

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55. Münchner Sicherheitskonferenz 2019

Die aktuelle weltpolitische Sicherheitslage

Zur Münchner Sicherheitskonferenz 2019 (15.-17. Februar) hat die Stiftung «Munich Security Conference» (MSC) unter dem Titel «The Great Puzzle: Who Will Pick Up the Pieces?» einen umfassenden Sicherheitsbericht erarbeitet. Alarm! veröffentlicht hier einige wesentliche Inhalte der Studie und den Link zum vollständigen Text.

«Bei einer Betrachtung aktueller außenpolitischer Herausforderungen ist es schwierig, sich dem Gefühl zu entziehen, dass die Welt nicht nur eine Reihe von kleineren und größeren Krisen erlebt. Vielmehr scheint die gesamte liberale Weltordnung auseinander zu fallen – nichts ist mehr so, wie es einmal war. Die globale Sicherheitslage ist heute gefährlicher als jemals zuvor seit dem Zerfall der Sowjetunion. Wir erleben einen Epochenbruch, bei dem eine Ära zu Ende geht und die Umrisse eines neuen weltpolitischen Zeitalters bisher erst in Ansätzen erkennbar sind. Zwar gibt es einige Staaten, die sich für den Erhalt der liberalen Weltordnung einsetzen, allerdings ist fraglich, ob sie willens und in der Lage sind, diese Rolle auch anzunehmen.

Vor diesem Hintergrund veröffentlicht die Münchner Sicherheitskonferenz ihren jährlichen Munich Security Report (Download des Berichts als PDF hier). Unter der Überschrift „The Great Puzzle: Who Will Pick Up the Pieces?“ gibt der Munich Security Report 2019 einen Überblick über die wichtigsten sicherheitspolitischen Themen und bietet aufschlussreiche Daten, Analysen, Karten und Infografiken. Als Impulsgeber für die 55. Münchner Sicherheitskonferenz dient der Munich Security Report als Hintergrundlektüre für die Konferenzteilnehmer, wird aber auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der letzte Bericht wurde mehr als 40.000 Mal heruntergeladen und fand in deutschen und internationalen Medien große Beachtung. Die Diskussion auf Twitter findet unter #MSCreport statt.

Der diesjährige Bericht analysiert die Neuordnung von Kernbestandteilen der globalen Ordnung. Neben den Großmächten USA, China und Russland wirft der Bericht Schlaglichter auf Akteure der „zweiten Reihe“: liberale Demokratien wie Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, Kanada und Japan. Darüber hinaus analysiert der Bericht aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen in ausgewählten Regionen, wie dem Westbalkan, der Sahelregion und dem Nahen Osten. Die globale Herausforderung der Rüstungskontrolle vor dem Hintergrund des kürzlich aufgekündigten INF-Vertrags und neuer Technologien wie Hyperschallwaffen beleuchtet. Ebenso werden globale sicherheitspolitische Implikationen aktueller Entwicklungen in den Bereichen des internationalen Handels, des transnationalen organisierten Verbrechens und der künstlichen Intelligenz aufgearbeitet.

Der Munich Security Report enthält eine Reihe exklusiver und zuvor unveröffentlichter Materialien. Für die Erstellung des Berichts hat die Münchner Sicherheitskonferenz mit renommierten Partnerinstitutionen zusammengearbeitet, darunter mit dem International Institute for Strategic Studies (IISS), Pew Research Center, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Global Public Policy Institute (GPPi), Oxford Economics, McKinsey & Company, dem Mercator Institute for China Studies (MERICS), dem Regionalbüro der Friedrich Ebert Stiftung für Zusammenarbeit und Frieden in Europa und dem Peterson Institute for International Economics (PIIE).

Der vollständige Text des Reports ist verfügbar unter:

https://www.securityconference.de/publikationen/munich-security-report/munich-security-report-2019/
(Quelle: securityconference.de)
(Veröffentlicht/zuletzt geändert: 11. Februar 2019)

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53. Münchner Sicherheitskonferenz 2017

Die aktuelle weltpolitische Sicherheitslage

Zur Münchner Sicherheitskonferenz 2017 (17.-19. Februar) hat die Stiftung «Munich Security Conference» (MSC) unter dem Titel «Post-Truth, Post-West, Post-Order?» einen umfassenden Sicherheitsbericht erarbeitet. Alarm! veröffentlicht hier einige wesentliche Inhalte der Studie und den Link zum vollständigen Text.

  • Eine exklusive Studie von McKinsey & Company beleuchtet die Anzahl an wesentlichen Waffensystemen, die in den Streitkräften der USA und Europas im Einsatz sind: 178 in Europa, 30 in den USA. Ebenso zeigt die Studie auf, inwieweit sich die Verteidigungsindustrie in Europa in den vergangenen Jahrzehnten konsolidiert hat.
  • Projektionen von IHS Markit demonstrieren, dass die Verteidigungsbudgets in Westeuropa bis 2020 kaum steigen werden, während die Budgets in osteuropäischen Staaten bis dahin im Durchschnitt um über drei Prozent pro Jahr anwachsen.
  • Analysen aus diversen Quellen zeigen, dass eine steigende Anzahl an Bürgern in Demokratien an autoritäre Lösungen glaubt und der Grad an Freiheit in der Welt abnimmt.
    Erhebungen von IHS Markit belegen, dass im Jahr 2016 nur 20% der russischen Luftangriffe in Syrien Zielen des «Islamischen Staates» galten.
  • Exklusive Umfragen zur öffentlichen Meinung im Iran dokumentieren: Eine Mehrheit der Iraner ist überzeugt, dass europäische Länder bei der Wiederaufnahme wirtschaftlicher Beziehungen langsamer vorgingen, als es möglich wäre, da sie sich vor amerikanischem Druck fürchteten.
  • Neu ausgewertete und teils unveröffentlichte Daten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zeigen die Anzahl an Waffenstillstandsverstößen in der Ukraine sowie die Behinderung der Arbeit der OSZE-Überwachungsmission durch die Kriegsparteien.
  • Zuvor nicht veröffentlichte Analysen der Hertie School of Governance vergleichen die Budgets und die Social Media-Reichweite von staatlich finanzierten Auslandssendern: Das russische RT und das chinesische CCTV schneiden besonders gut ab. Auch haben diese Staaten in den letzten Jahren stark aufgeholt, was die globale Präsenz staatlich geförderter Kulturinstitute angeht.
  • Neue Analysen aus «The Military Balance 2017» des International Institute for Strategic Studies zeigen den gegenwärtigen Stand der russischen Raketenfähigkeiten in Kaliningrad sowie die expandierenden chinesischen Marinefähigkeiten. Ausserdem wird ein Überblick über die US-Präsenz im Pazifik gegeben.
  • Eine Analyse des «Center for Nonproliferation Studies» und der «Nuclear Threat Initiative» dokumentiert Nordkoreas Fortschritt auf dem Weg zu einer nuklear bestückten Interkontinentalrakete, die die Westküste der USA erreichen könnte.
  • Ein Risikofaktoren-Analyserahmen von «Chatham House» zeigt, wie sich ein Ausbruch einer tödlichen Krankheit zu einer globalen Pandemie entwickeln kann. Ebenso zeigt Chatham House basierend auf Daten der WHO, dass 60 Prozent aller Angriffe auf Gesundheitsinfrastrukturen seit 2014 vorsätzliche Attacken waren.

Der vollständige Text des Reports ist verfügbar unter:

https://www.securityconference.de/de/debatte/munich-security-report/munich-security-report-2017/

Das einführende Video:

https://www.youtube.com/watch?v=OgL9dlMVDr4&feature=youtu.be
(Quelle: securityconference.de)
(Bild: PD)
(Veröffentlicht/zuletzt geändert: 16. Februar 2017)
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