Datenhoheit zurückgewinnen

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Datenmissbrauch durch Facebook und Konsorten

Das Kartellamt fährt die Krallen aus

Seit langem ein Ärgernis: Das heimtückische Abgreifen von Daten und deren unerwünschte Auswertung im Verbund von Facebook, Whatsapp, Instagram etc. Jetzt fährt das deutsche Kartellamt die Krallen aus und verbietet Facebook, ohne ausdrückliche Genehmigung die Daten der verschiedenen Dienste hinterrücks zusammenzuführen.

Seit langem ist es Internetnutzern ein Dorn im Auge: Das heimtückische Abgreifen von Daten und deren unerwünschte Auswertung im Verbund von Facebook, Whatsapp, Instagram etc.. Bisher hatte sich Facebook trotz zahlreichen Skandalen weitgehend uneinsichtig gezeigt, mit einer Schnoddrigkeit sondergleichen auf die Gesetze gepfiffen und sich als virtueller Staat mit eigenen Gesetzen aufgeführt. Kritiker wurden gezielt mundtot gemacht.

Jetzt hat sich das deutsche Kartellamt aufgerafft und einen möglicherweise (hoffentlich!) weitreichenden Entscheid gefällt: Es verbietet Facebook, ohne ausdrückliche Genehmigung die Daten der verschiedenen Dienste hinterrücks zusammenzuführen. Das Zwangshäkchen, mit dem Nutzer von vorneherein auf alle Rechte verzichten, könnte also in Zukunft der Vergangenheit angehören.

Freuen wir uns nicht zu früh:

Der Entscheid des deutschen Bundeskartellamtes ist noch nicht rechtskräftig, er wird garantiert durch die Juristenhorden von Facebook durch alle Instanzen massiv bekämpft werden.
Der Entscheid gilt formell auch bloss für Deutschland oder allenfalls die EU. Trotzdem hat er natürlich auch Signalwirkung für das Verhalten von Facebook und Konsorten in der Schweiz.

Aber immerhin:

Endlich hat sich jetzt eine halbwegs ernstzunehmende Behörde auf die Hinterbeine gestellt und zeigt einem Internetgiganten die Krallen. Nach dem Hornberger Schiessen mit dem Gesetzesmonster DSGVO, das primär Kleinunternehmen und Vereine schinagelt, wäre es zu wünschen, dass das deutsche Bundeskartellamt hier Erfolg hat.

Die detaillierten Informationen finden Sie unter:

https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Publikation/DE/Pressemitteilungen/2019/07_02_2019_Facebook_FAQs.html
(Quelle: Deutsches Bundeskartellamt)
(Bild: commons)
(Veröffentlicht/zuletzt geändert: 7. Februar 2019)
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