Schutz und Verhalten bei Terror

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Persönliches Verhalten

Was tun bei einem Terroranschlag?

Auf einer Reise plötzlich bei einem Terroranschlag dabeizusein, ängstigt viele Menschen. Kann man es vermeiden, kann man sich schützen?

Terroranschläge oder auch andere spektakuläre Gewalttaten können heute überall passieren. Es gibt besonders gefährliche Orte – aber es kann auch zuhause, in Genf, Bern oder St. Gallen passieren. Was in München, Paris, Berlin, Würzburg oder London geschehen ist, ist auch in der Schweiz möglich.

Extrem unwahrscheinlich

Geraten wir nicht grundlos in Panik: Auch wenn gelegentlich die Medien voll sind von schrecklichen Berichten: Solche Ereignisse sind extrem selten. Einen sicheren Schutz davor gibt es nicht, aber die Beachtung einiger Grundregeln reduziert die Gefahr noch weiter.

Vorsichtsmassnahmen

Hier hat man nur ganz wenige Optionen – eigentlich nur, sich im Vorfeld über die Gefahrensituation zu informieren, auf auffällige Gegenstände (die offenbar zu niemandem gehören) zu achten, auch auf auffälliges Verhalten von Personen zu achten. Solche Orte möglichst meiden oder zügig verlassen. In der Schweiz und Mitteleuropa sind das vor allem Bahnhöfe, Flughäfen und Grossveranstaltungen.

Für alle andern Länder stehen eine Vielzahl von Informationsmöglichkeiten zur Verfügung – nehmen Sie sie ernst.

Eine sehr anschauliche Verhaltensanweisung findet man unter https://www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/terrorismus/terrorismus-aktuelle-lage/verhaltensregeln.html

Bombenanschlag oder Schiesserei

Wenn tatsächlich eine Explosion erfolgt, sofort den Schauplatz grossräumig verlassen, und auch nicht zurückkehren, da Fälle bekannt sind, wo nach kurzer Zeit ein zweiter Schlag folgt (um Rettungskräfte zu treffen!).

Flucht

Wichtig ist in kritischen Gebäuden, an kritischen Orten eine mentale Grundbereitschaft, zu reagieren. Situation beobachten. Überlegen: Wo sind Fluchtwege. Und dabei daran denken, dass der kürzeste Weg nicht unbedingt der beste ist. Bei Terroranschlägen gibt es die meisten Opfer beim Hauptausgang, wo alle hinströmen. Also alternative Fluchtwege suchen.

Unwichtige persönliche Gegenstände liegenlassen, aber Menschen, die einem nahestehen, mitreissen.

Deckung suchen

Hinter einem robusten Objekt. Wo man die Terroristen nicht sieht. Denn wenn man sie nicht sieht, ist die Chance grösser, dass sie uns auch nicht sehen.
Handy auf lautlos stellen, auch Vibrationsalarm ausschalten. Polizei anrufen, wenn man an einem ganz sicheren Ort ist. Selber nicht auf Anrufe antworten.

Nicht zu empfehlende Verhalten:

Verhandeln
Kampf
Totstellen

(Quelle: Mauro Mantovani, Sicherheitsexperte der ETH Zürich (Head Chair Strategic Studies))
(Veröffentlicht/zuletzt geändert: 12. Juni 2017)
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